Hulkar Sabirova | ©Mimoza Veliu


Mit „virtuosen Koloraturen“ (Frankfurter Rundschau), „großem stimmlichem Farbenreichtum und einem enormen Sinn für die Nuancen“ (Tagblatt) zählt Hulkar Sabirova zu den derzeit führenden dramatischen Koloratursopranistinnen und bewältigt mühelos die schwierigsten Rollen von Komponisten wie Bellini, Donizetti, Mozart, Rossini oder Verdi.

Hulkar Sabirova begann die Spielzeit 2021/2022 als Rosalinde in Die Fledermaus an der Deutschen Oper Berlin, wo sie im März 2022 als Hélène in einer Neuinszenierung von Les vêpres siciliennes ein wichtiges Rollendebüt gibt. Später in dieser Spielzeit ist sie unter anderem am Bolshoi-Theater in Moskau als Madama Cortese in Rossinis Il viaggio a Reims zu hören.

Höhepunkte in den letzten Jahren umfassen Hulkar Sabirovas fulminantes Debüt als Leonora in Il trovatore bei den Festspielen von St. Gallen, Konstanze in Die Entführung aus dem Serail an der Semperoper Dresden und beim Savonlinna Opera Festival, Lucio Cinna in Lucio Silla und Elettra in Idomeneo am Teatro Real Madrid, Rosina in einer Neuproduktion von Il barbiere di Siviglia und Madama Cortese in einer Neuinszenierung von Il viaggio a Reims am Bolschoi-Theater.

Weitere Gastauftritte führten Hulkar Sabirova etwa ans Aalto-Theater Essen, wo sie mit großem Erfolg die Olympia in Les contes d’Hoffmann sowie die Adele in der Fledermaus gestaltete, zu den Rossini-Festspielen nach Pesaro als Contessa de Folleville in Il viaggio a Reims, an die Ruhrtriennale, zum RSB und an die Arena di Verona als Rosina in Il barbiere di Siviglia.

Hulkar Sabirova erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim. Studienergänzend besuchte sie Meisterkurse bei KS Brigitte Fassbaender und gewann den Sonderpreis beim Anneliese Rothenberger Gesangswettbewerb. Die deutsche Sopranistin wurde in Usbekistan geboren und begann dort mit sieben Jahren in einem staatlichen Internat ihre musikalische Ausbildung in Geige und Klavier.

Sie begann ihre Karriere als Weisweiler-Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin mit anschließender Ensembletätigkeit für drei Spielzeiten am selben Haus.

Dort sang sie u.a. Königin der Nacht in Die Zauberflöte, Sopran 1 in Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, die Titelrolle in Lucia di Lammermoor und Engel in szenischen Aufführungen des Verdi-Requiems, in denen sie die Sopranpartie interpretierte. Sie ist ihrem früheren Stammhaus noch immer sehr verbunden und konnte dort zuletzt große Erfolge u.a. als Rosalinde in Die Fledermaus und Madame Cortese Il viaggio a Reims feiern.

Ab 2013/14 gehörte sie für drei Spielzeiten dem Ensemble des Staatstheater Kassels an, wo sie Rosalinde in der Fledermaus sang und Rollendebüts als Iphigénie in Iphigénie en Tauride, Vitellia in La clemenza di Tito und in der Titelrolle von Norma gab.