Deniz UZUN
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Die Mezzosopranistin Deniz Uzun wuchs in Mannheim auf und erhielt ihre ersten Gesangsstunden im Alter von 10 Jahren bei Annette Grossmann an der örtlichen Musikschule, wobei die Künstlerin nach mehrfacher Auszeichnung bei ‚Jugend Musiziert‘, Stipendien der ‚Domhof Stiftung‘ und der ‚Wilhelm-Müller-Stiftung‘ erhielt. Sie vervollkommnete ihre Gesangsausbildung noch in ihrer Schulzeit durch ein Studium bei Prof. Maria Venuti an der Hochschule für Musik in Karlsruhe als außerordentlicher Student sowie weiterführend an der Hochschule für Musik in Mannheim bei Prof. Snezana Stamenkovic, wobei sie hier mit weiteren Stipendien sowohl durch die ‚Friedrich-Ebert-Stiftung‘ als auch durch den ‚Richard-Wagner-Verband‘ ausgezeichnet wurde. Seit 2012 arbeitet die Künstlerin regelmäßig mit Oylun Erdayi in Ankara und besuchte Meisterkurse u.a. bei Edith Wiens, Margreet Honig and Corradina Caporello.

Vor und während ihrer Studienzeit wirkte Deniz Uzun bereits bei Aufführungen des Nationaltheaters Mannheim mit, sowie 2013 in der Produktion „Cendrillon“/Armelinde im Rahmen des ‚Young-Artists-Programm‘ während der Osterfestspiele Baden-Baden 2013, begleitet von den Berliner Philharmonikern. Im gleichen Jahr wurde sie zur Lied-Akademie beim Heidelberger Frühling eingeladen, wo sie die Gelegenheit bekam mit Thomas Hampson und Thomas Quasthoff zu arbeiten.

Ab 2013 studierte Deniz Uzun bei Andreas Poulimenos und Carol Vaness an der Jacobs School of Music (Indiana Universität, Bloomington) im Diplom Studiengang und wurde mit dem ‚Artistic Excellence Award‘ der Indiana Universität und des namhaften ‚Georgina-Joshi Stipendium‘ ausgezeichnet.

An der Oper der Indiana Universität gab sie im Herbst 2014 ihr Debut als Isabella in Rossini's „L'italiana in Algeri“ und im darauffolgenden Jahr als Ruggiero in Händel's „Alcina“. Während der Pfingstfestspiele Baden-Baden 2015 debutierte sie als Annina in der Neuproduktion „La Traviata“ (Rollando Villazon; Pablo Heras-Casado) mit Olga Peretyatko als Violetta. Anschließend nahm sie an der Internationalen Meistersinger Akademie in Neumarkt von Frau Prof. Edith Wiens teil.

In der Spielzeit 2015/16 war Deniz Uzun Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, wo sie u.a. als Junge Nonne/“Der feurige Engel“, Kammerzofe Emilias/“Die Sache Makropulos“, Echo II/“Hänsel und Gretel“, Adelige Waise/“Der Rosenkavalier“ zu sehen war. Besondere Aufmerksamkeit und einhellige Begeisterung erzielte die Künstlerin mit ihrer Interpretation der Florence Pike in der Neuproduktion „Albert Herring“, worüber in der Süddeutschen Zeitung nach der Premiere am 4. April 2016 folgendes zu lesen war „Uzun singt und spielt die Stasi-hafte Gouvernante, verfügt über eine schon irritierende Präsenz. Auf sie achtet man immer, hören tut man sie eh, ihre Altstimme ist nah am Phänomen, prägnant, klar und von einem Volumen, das man dem schlanken Körper nicht zutraut.“

Seit der Spielzeit 2016/17 ist Deniz Uzun Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich wo sie sehr erfolgreich u.a. in der Titelpartie/“L’enfant et les sortilèges“,als Jacob/“Gold“, Sonetka/“Lady Macbeth von Mzensk“, Alisa/“Lucia di Lammermoor“ und mit russischen und georgischen Liedern für das Ballett „Anna Karenina“ zu hören war. In der Spielzeit 2017/18 konnte die Künstlerin sehr große Erfolge sowohl in den Titelpartien in „L’enfant et les sortilèges“ und „Ronja Räubertochter“ feiern als auch als Lucilla/“La scala di seta“ und als Page/“Salome“.

Gastengagements führten die Künstlerin u.a. wieder zu den Festspielen Baden-Baden, wo sie die Isabella in einer Kinderfassung von „L’Italiana in Algerie“ sang, zudem mit einem Konzert zum Mozarteum nach Salzburg („13 Lieder nach Postkarten von Jurek Becker“), zu den Festspielen an die Bayerische Staatsoper München als Alisa/“Lucia di Lammermoor“  und gegen Ende der Spielzeit im Rahmen eines Gastspiels der Oper Zürich mit dem Ballett „Anna Karenina“ nach Tel Aviv.

Die Künstlerin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, wie z.B. dem ‚Charlotte-Hamel Preis Berlin‘, den sie 2012 als jüngste Teilnehmerin gewann und zudem Trägerin mehrerer Auszeichungen, wie zuletzt dem ‚Best Singer Award 2016‘ der Semiha Berksey Opera Foundation und dem ‘Leyla Gencer Prize’ (Golden Orphée) der Académie Nationale du Disque Lyrique. Beim ‚Belvedere Wettbewerb 2018‘ erhielt zwei Spezialpreise, darunter ein Engagement an der Deutschen Oper Berlin.

Zukünftige neue Rollen beinhalten u.a. Mercedes/“Carmen, Hänsel/“Hänsel und Gretel“, Zelim/“La verita in cimento“, Ino/“Semele“, Krista/“Vec Makropulos“; Gastengagements führen die Künstlerin u.a. mit einer konzertanten „Cavalleria rusticana“/Lola zum Dzintari Festival nach Jurmala, mit Konzerten von Beethovens „Sinfonie Nr. 9“ unter der Leitung von Fabio Luisi und dem Danish National Symhony Orchestra nach Kopenhagen, sowie mit konzertanten Aufführungen von “Salome“/Page ebenfalls unter der Leitung von Fabio Luisi mit dem Dallas Symphony Orchestra nach Dallas.

 

Kontakt:
Elene Tschaidse
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Tel. +49 - 172 - 811 18 91