Vincenzo Neri | ©Melanie Buob


Der junge deutsch-italienische Bariton Vincenzo Neri in Hamburg geboren. Bereits mit acht Jahren sang er im Hamburger Knabenchor St. Nikolai. Noch vor dem Stimmbruch als Knabenstimme übernahm Vincenzo erste solistische Aufgaben, am Hamburger Allee Theater und an der Hamburgischen Staatsoper in Hans Werner Henze: „We come to the river“, Leitung: Ingo Metzmacher, sowie als Knabe/“Die Zauberflöte“ am Theater Kiel.                 
Bei den Seefestspielen in Berlin war Vincenzo Neri, mit zwanzig Jahren als jüngster Solist der Produktion, als Morales in Bizets „Carmen“ zu sehen und zu hören in der Inszenierung von Volker Schlöndorff.

In den Spielzeiten 2012-14 war Vincenzo Neri Mitglied der Opernstudios Staatsoper Hamburg, sang dort an die 50 Vorstellungen pro Saison, zuletzt sehr erfolgreich Belcore/“Elisir d’Amore“ und Dominik/“Arabella“.

In den Saisonen 2014-16 war er Stipendiat der Bertelmann-Stiftung und Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Berlin, Gastverträge führen in an die Oper Halle und an die Vlaamse Opera.
Im Sommer 2015 debütiert er als Ottokar in der Festspielproduktion „Der Freischütz“ (Regie: KS Brigitte Fassbaender, Dirigent: Georg Fritzsch) bei den Opernfestspielen Jennersdorf, Österreich.

2017 gab er in der Produktion des internationalen Opernstudios im Rahmen des Bregenzer Festspielen den Conte Almaviva/“Nozze di Figaro“ – mit großem Erfolg bei Publikum und Presse.
In den Spielzeiten 2017-19 war er im Ensemble des Staatstheaters Braunschweig, wo er Partien wie Albert/“Werther“ und Vater/“Hänsel und Gretel“, Marcello/“La Bohème“ und Danilo/“Die Lustige Witwe“ sang.

Im September/Oktober 2018 sang er seinen ersten Heerrufer/“Lohengrin“ an der Vlaamse Opera in Gent und Antwerpen, 2021 folgte dort Marcello/“Bohème“.

Nun freischaffend gab er im November 2019 sein Debüt mit der Reisopera Enschede (Titelpartie „Eugen Onegin“). Gleich danach erfolgten seine Debüts an der Oper Köln, sowie Oper Leipzig und Grand Théâtre de Genève. September 2020 begann Vincenzo Neri im Ensemble der Oper Bonn. „Corona“ verhinderte dort leider interessante Rollendebuts.

Wieder freischaffend kam seine Rückkehr an die Vlaamse Opera, eine Serie Papageno/“Zauberflöte“ an der Staatsoper Hamburg, sowie sein Debüt in Dresden Semperoper mit Marcello/“La Boheme“. Im August 2022 wirkte er bei der Produktion „La Rondine“ beim Festival Puccini in Torre del Lago mit.
 
Konsequent entwickelte er sich vom lyrischen zum dramatischen Bariton – es folgten Partien wie Kurwenal an der Vlaamse Opera, Carlo/“Ernani“, „Macbeth“, Amonasro/“Aida“ in St.Gallen.
Ab Saison 2026/27 wird er dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin angehören.